Parks

Landschaften und Parks in Nevada

Nevada ist nicht nur bekannt für die Glitzermetropolen Las Vegas und Reno und seine Wild West Kultur sondern auch für seine vielfältigen Landschaften. Somit erfreuen sich Gäste in Nevada an zwei National Parks, einer Vielzahl an State Parks und anderen atemberaubenden Orten. Diese bieten ganz unterschiedliche Facetten – von hohen Bergen bis tiefen Tälern, endlos weiten Wüsten, fruchtbaren Grünflächen und faszinierende Felsformationen.

Unweit von Las Vegas erleben Besucher Nevadas bereits einen starken Kontrast zu dem vibranten Leben in der Hauptstadt des Entertainments: Red Rock Canyon und Valley of Fire. Beides sind Parks, in denen farbenprächtige Felsformationen zu bewundern sind – von feuerroten Bergmassiven bis regenbogenhaften Canyons. Red Rock Canyon eignet sich perfekt für einen Tagesausflug aus Las Vegas, da es in nur einer halben Autostunde zu erreichen ist. Wer nicht nur mit dem Auto auf der „Scenic Route“ durch den Park fahren will, kann auf verschieden Pfaden die Umgebung beim Wandern und hoch zu Ross erkunden oder die Felswände erklettern. Die rundgeschliffenen, mit weißen Bändern wellenförmig durchzogenen oder bunten Sandsteinfelsen im Valley of Fire, erscheinen je nach Tageszeit und Lichteinstrahlung rot, lila oder gelb. In dem größten und ältesten State Park Nevadas lohnt es sich einen genauen Blick auf einige der Felsen zu werfen. Hier können noch immer Felsgravuren aus längst vergangen Jahrhunderten bewundert werden.

Zwar kein Park aber dennoch zu erwähnen ist der Hoover Damm, der den Colorado River an der Grenze zwischen Nevada und Arizona aufstaut und somit den Lake Mead künstlich entstehen ließ. Auch dieses Gebiet ist ein beliebtes Ziel für einen Tagesausflug von Touristen aus Las Vegas. Von dem enormen Ausmaß der 221 Meter hohen und 200 Meter breiten Mauer können sich Besucher bei einer Tour durch den Staudamm überzeugen. Lake Mead wiederrum lädt zu einer gemütlichen Bootstour ein. Das Wasser des Sees wird auch jenseits der Grenzen genutzt und versorgt neben Nevada ebenso Teile von Kalifornien und Arizona.

Nördlich von Las Vegas kommt man zum Cathedral Gorge State Park. Hier findet man spektakuläre Lehmformationen, die sich durch Regen und Erosion stetig verändern. Wie der Name hier schon erraten lässt, sehen die Formationen aus wie prächtige Kathedralen. Wenn man weiter Richtung Norden fährt, erlebt man im Great Basin nicht nur die Einsamkeit der Wüste, sondern auch einen der dunkelsten Nachthimmel im Westen der USA, die Tropfsteinhöhlen mit dem Namen „Lehman Caves“ sowie Exemplare der Jahrtausend alten Grannenkiefer. Diese Kiefern wachsen bevorzugt auf felsigem Grund im Schatten des Berges Wheeler Peaks nah an der Grenze zu Utah. Mit seinen fast 4.000 Metern ist dieser Berg der höchste in Nevada.

Lake Tahoe, der höchste und zweifelsohne schönste Gebirgssee Amerikas, ist auch gleichzeitig das Juwel des Staates. Gelegen an der Grenze zu Kalifornien, lädt das tiefblaue, glasklare Wasser im Sommer zum Wandern, Biken, Schwimmern, Stand-up Paddeln oder anderen Outdooraktivitäten ein. Aber auch im Winter locken zahlreiche erstklassige Skigebiete rund um den See zahlreiche Skifahrer an, die Pisten bei Puderschnee zu erkunden und dabei die erstklassige Aussicht auf den See zu genießen.

Der zweite National Park Nevadas, auch an der Grenze zu Kalifornien gelegen, ist das Death Valley. Als tiefster, heißester und trockenster Ort der westlichen Hemisphäre ist das Gebiet dennoch voller Kontraste. Hohe Berge, die einen gewaltigen Panoramablick über das Tal bieten, bei dem man weit und breit kein Haus oder Mensch erblicken und bis zum fernen Horizont sehen kann. Nur kleine Kakteen und Echsen, die man erst bei genauerem Hinschauen bemerkt, sind ein Zeichen des Lebens auf diesem doch zum Teil fruchtbaren Grund.